KRANKEN & PFLEGEVERSICHERUNG

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Private Krankenversicherung

Eine private Krankenversicherung, kurz PKV, ist in ihrer vollen Nutzungsmöglichkeit nur etwa einem Viertel aller deutschen Bürger vorbehalten, da für diese einige Kriterien erfüllt sein müssen. Inhaltlich ist sie ähnlich der gesetzlichen Krankenversicherung, die sich zum Ziel macht jeden Bürger zu versichern und damit eine gesundheitliche Grundversorgung zu garantieren. Im Gegensatz zu der gesetzlichen Variante – deren Grundversorgung nur zu einem Teil alle medizinischen Notwendigkeiten abdeckt und für weitere Leistungen eine private Zusatzversorgung benötigt, bieten die privaten Versicherungen von vorneherein ein weiter gefächertes Spektrum, welches jedoch in seinen Basisleistungen ebenfalls durch zusätzliche Vereinbarungen aufgestockt werden kann.

Es gibt drei mögliche Arten der Versicherungsleistungen: zum Einen die Zusatzversicherung, die in der Regel ausschließlich als Absicherung von zusätzlichen Risiken beim Besitz einer Gesetzlichen Krankenversicherung gilt, die Teilversicherung, bei der man einen Anteil der anfallenden Krankheitskosten abdecken lässt und die vor Allem bei Beamten häufig vertreten ist – da diese vielfach einen Beihilfeanspruch durch den Arbeitgeber besitzen – und zuletzt die Vollversicherung. Letztere deckt alle anfallenden Krankheitskosten ab, kann jedoch dahingehend eingeschränkt sein, dass sie nur die ambulanten und stationären Kosten übernimmt, derweil Sonderleistungen mit der Versicherung extra vereinbart werden müssen. Alle Prämien der privaten Versicherung sind einkommensunabhängig, was sie von der Gesetzlichen stark unterscheidet.
Zu beachten ist auch, dass die Beiträge sich nach diversen Kriterien – Alter, Geschlecht, Berufsgruppe, Gesundheitszustand, Tarifliche Leistungen etc. – richten.

In der Regel gilt für jeden Bürger in Deutschland die Verpflichtung gesetzlich krankenversichert zu sein, hierbei kommt es allerdings zu diversen Ausnahmen. Dazu zählen zunächst alle Selbstständigen und Freiberufler, die sich privat versichern müssen. Ebensolches gilt für Beamte. Studenten haben die Wahlmöglichkeit zu Beginn des Studiums oder nach Erlöschen des Familienschutzes mit Ablauf des 25. Lebensjahres in eine Private Krankenversicherung einzutreten. Zu beachten ist hierbei, dass eine Rückkehr in die gesetzliche Versicherung verpflichtend ist, sobald eine sozialversicherungspflichtige Arbeit über 450 Euro monatlich angetreten wird, die dabei nicht über die Jahresarbeitsentgeltgrenze geht. Arbeitnehmer, die über diese Grenze kommen – aktuell (2014) liegt sie bei einem Bruttoeinkommen von 53.550 Euro jährlich – haben das Recht ebenfalls die private Krankenversicherung (PKV) zu wählen, nicht jedoch die Pflicht.

Private Krankenversicherung für Studenten

Studenten haben generell mit dem Ende der Familienversicherung (vollendetes 25. Lebensjahr oder Heirat) die Möglichkeit, sich gesetzlich oder privat zu versichern. Eine private studentische Krankenversicherung ist preiswerter als die gesetzliche Versicherung, zudem ist sie individuell auf die Ansprüche von Versicherungsnehmern abgestimmt.

Vorteil von Studententarifen

Die privaten Versicherer werben sehr um die Kundschaft unter den Studenten, die später zu ihren besten Beitragszahlern werden. Der Hintergrund ist auch durch die Gesetzeslage begründet: Wer als Student eine private Krankenversicherung abschließt, kann in die GKV nur beim Unterschreiten der Versicherungspflichtgrenze (2014: 53.550 Euro) zurückkehren. Damit will der Gesetzgeber verhindern, dass Studenten von günstigen Privattarifen, später aber von der gesetzlichen Versicherung profitieren, obgleich diese Intention selten anzutreffen ist. Wer als Student jeden Euro zweimal umdreht, wird sich von der privaten Krankenversicherung schnell überzeugen lassen. Um diese Vorteile wahrzunehmen, können sich Studenten schon vor Antritt ihres Studiums und bis zum dritten Monat nach Ablauf der Familienversicherung von ihrer gesetzlichen Versicherungspflicht befreien lassen. Vorteilhaft ist die private Krankenversicherung allein durch die günstigere Tarifierung, wenn:

  • die Familienversicherung endet
  • das 30. Lebensjahr und/oder das 14. Fachsemester vollendet wurden
  • das monatliche Zusatzeinkommen mehr als 450 Euro beträgt

Eine private studentische Krankenversicherung kann bis zum 35. Lebensjahr abgeschlossen werden, auch die Zahl der Fachsemester beeinflusst diese Möglichkeit nicht.
Regelung für Beihilfeversicherte:
Studenten, deren Eltern als Beamte eine staatliche Beihilfe zum Gesundheitsschutz erhalten, sind dort ebenfalls mitversichert, allerdings nur so lange, wie das Kindergeld gezahlt wird. Seit dem Jahr 2008 wurde die Regelung eingeführt, dass die Familienversicherung für studierende Kinder von Beihilfeberechtigten für die Jahrgänge ab 1982 mit dem 25. Geburtstag wegfällt, womit eine Angleichung an gesetzlich Versicherte vorgenommen wurde. Zuvor galt die Familienversicherung für Beihilfeberechtigte bis zum 27. Lebensjahr (Jahrgänge bis 1981) beziehungsweise 26. Lebensjahr (Jahrgänge bis 1982). Wehr- und Ersatzdienst verschob stets die Altersgrenze nach hinten, mit dem Wegfall der Wehrpflicht wurde dieser Passus obsolet. Auch für Studenten, die über einen Zuverdienst von mehr als 640 Euro monatlich verfügen, entfällt die Familienversicherung über die Beihilfe. Damit sind sie immer noch besser gestellt als die Kinder von gesetzlich Versicherten, für die die Grenze bei 450 Euro liegt. Ab diesem Punkt ist jedoch über eine private studentische Krankenversicherung nachzudenken.

Krankenhauszusatzversicherung

Durch Abschluss einer privaten Zusatzversicherung für stationäre Behandlungen lassen sich auch als Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung die Leistungen in Anspruch nehmen, die ansonsten Privatpatienten vorbehalten bleiben. Die Krankenhauszusatzversicherung ermöglicht ihnen bei Aufenthalt in Krankenhaus oder Klinik bessere Leistungen.
Hierzu zählen die Unterbringung in einem Ein- oder Zweitbettzimmer oder auch die Chefarztwahl. Die Krankenhauszusatzversicherung wird immer wichtiger und sollte nicht kurzfristig gewählt werden, denn die Änderungen durch Reformen im Gesundheitssystem führen langfristig zu Leistungsreduzierungen.
Ambulante Zusatzversicherung
Die gesetzliche Krankenkasse leistet nicht oder nur gering bei einer ambulanten Behandlung mit Naturheilverfahren durch Ärzte oder Heilpraktiker. Auch für Sehhilfen wie Brillen und Kontaktlinsen sind die Leistungen stark eingeschränkt. Nur Kinder und Versicherte mit schwersten Fehlsichtigkeiten erhalten einen Zuschuss.
Die Zusatzversicherung für den ambulanten Bereich ist eine empfehlenswerte Ergänzung für Mitglieder der gesetzlichen Krankenkasse die neben der Schulmedizin auch alternative Heilmethoden nutzen möchten. Die ambulante Zusatzversicherung wird immer wichtiger und sollte nicht kurzfristig gewählt werden.

Zahnzusatzversicherung

Im Verlauf der Einschränkungen der gesetzlichen Krankenkassenleistungen in den letzten Jahrzehnten war es besonders der Bereich Zähne und Zahnersatz, der mit die meisten Einschränkungen hinnehmen und wo der Versicherungsnehmer mehr selber zahlen musste. Da in der Regel jeder Mensch im Laufe seines Lebens mit der Notwendigkeit eines Zahnersatzes oder einer größeren Zahnbehandlung konfrontiert wird, die nicht selten auch mit immensen Kosten verbunden sind, bietet es sich an eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen. Diese kommt in solchen Fällen zum Einsatz und übernimmt je nach Versicherungsart einen Teil oder gar die Gesamtkosten der Zahnarztrechnung.

Die Zahnzusatzversicherung ist alters- und gesundheitsunabhängig und kann recht unbürokratisch direkt bei einem Versicherungsvertreter oder online abgeschlossen werden. Je nach Leistungsumfang, den man gerne nutzen möchte, deckt die Versicherung unterschiedlich hohe Kosten ab. Der Basistarif ist bei allen Versicherungsanbietern in der Regel gleich und sorgt für die Begleichung der Kosten eines Zahnersatzes – diese beinhalten je Vertragsdefinition unter Anderem Implantate, Anästhesie, Brücken, Stiftzähne und Kronen. Hier wird jedoch nur der Restbetrag getilgt, den die Krankenkasse nicht übernimmt, wobei es auch im Bereich der Basistarife immer mehr Anbieter gibt, deren Übernahmen nicht an den Vorleistungen der Krankenkassen gekoppelt sind. Die eigentliche Zahnbehandlung oder etwaige Zusatzmaterialien sind in dieser Leistung noch nicht enthalten. Durch die Zahlung höherer Prämien können jedoch auch diese Kosten von der privaten Zusatzversicherung übernommen werden.

Pflegeversicherung

Die gesetzliche Pflegeversicherung war von Anfang an als eine Art Teilkaskoversicherung angelegt. Die Leistungen die aus der gesetzlichen Pflegeversicherung ausbezahlt werden, reichen also in keinem Fall aus. Daran hat auch die zuletzt verabschiedetet Pflegereform vom 01.01.2008 nichts geändert.

Durch die demografische Entwicklung wird sich das Problem noch weiter verschärfen. Die Leistungen, die also aus der eigenen Tasche erbracht werden müssen im Pflegefall, werden sich weiter erhöhen. Davon ist zumindest auszugehen.

Derzeit liegen die Preise für einen Pflegeplatz im Pflegeheim bei durchschnittlich 3.500 Euro pro Monat. Die gesetzliche Pflegeversicherung leistet 1.550 Euro. Den Rest muss der zu Pflegende selbständig aufbringen. Pro Jahr ergibt sich so ein Aufwand von fast 24.000 Euro. Dieser Differenzbetrag zahlt der Betroffene aus seiner Rente und aus seinem Vermögen.
Wenn das nicht ausreicht müssen im Zweifel unterhaltspflichtige Angehörige etwas zuschießen.

Die private Pflegeversicherung rüsten Sie die Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung auf und erhalten neben der staatlichen "Teilkaskoversicherung" die finanzielle Sicherheit, die Sie im Pflegefall benötigen.

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